Hintergrund
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02.03.2020
Berliner zu spät über Corona-Fall informiert
Testergebnis seit Sonntagabend bekannt, Betroffener zwischendurch nach Hause geschickt
Tim-Christopher Zeelen, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Berlin, erklärt: „Nach Bekanntwerden des ersten bestätigten Corona-Infektionsfalls lässt SPD-Gesundheitssenatorin Kalayci die Berliner Öffentlichkeit stundenlang im Dunkeln. In der offiziellen Erklärung erst heute Mittag wurde bekannt, dass der Betroffene bereits am Sonntag positiv getestet und zuvor sogar noch mal nach Hause geschickt worden war. Diese Panne und die verspätete Information sind völlig unangemessen angesichts der Gefährlichkeit dieser ansteckenden Krankheit. In solchen Fällen hätten die Berliner sofort benachrichtigt werden müssen.
Entgegen aller Beteuerungen werden nun die Zweifel immer größer, ob Berlin gut vorbereitet ist auf diese Krise. Die Hotline ist nach den Berichten Betroffener dauerbesetzt und offenbar überlastet, die Auswertung der Virustests dauert Stunden, Abstimmungen mit dem Katastrophenschutz sind unzureichend. Erst heute soll endlich ein weiteres Labor Testungen aufnehmen.

Senatorin Kalayci muss sich fragen lassen, wie es zu diesen vermeidbaren Fehlern kommen konnte und warum sie alle Warnungen ignoriert hat, die Vorkehrungen deutlich auszuweiten. Schon der Hinweis ihrer Verwaltung vor einigen Tagen, im Zweifel die Notaufnahme aufzusuchen, war fahrlässig und abwegig.“